Sonja Utz

Hochzeitsplanerin (IHK)

M. Sc. Betriebswirtschaft (Uni) 

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  • Sonja Utz

Wer soll zu eurer Hochzeit kommen? Tipps für eure Gästeliste

Aktualisiert: Jan 4



Ich hatte euch in früheren Artikeln ja schon Tipps zu den Fragen "wann" und "wo" eure Hochzeit stattfinden soll, gegeben. Jetzt steht die Frage nach den Gästen, also dem "wer" an. Für mich war das eines der schwersten Aufgaben der ganzen Hochzeitsplanung. Zuerst wollten wir ganz klein feiern. Auf jeden Fall sollten es unter 50 Leute sein. Da mein Mann eine große Familie hat, war das aber schnell vom Tisch. Ich wollte die Menschen, die mich teilweise schon über Jahrzehnte als Freunde begleiten auch auf der Gästeliste haben. Ich bin außerdem auch noch ehrenamtlich tätig, das machte es nicht leichter. Wen lädt man nun ein und wo zieht man die Grenze? Ein ganz schwieriges Thema!

Zunächst steht also die Frage im Raum, wer überhaupt eine Einladung erhalten soll, dazu müsst ihr schon ungefähr wissen, wie viele Gäste ihr euch überhaupt leisten könnt und mögt.

1. Welches Budget steht für die Gäste zur Verfügung?

Startet erstmal damit euch zu überlegen, wie hoch euer Hochzeitsbudget ist. Die Anzahl der Gäste beeinflusst die Höhe der Kosten mehr als alle anderen Faktoren (sofern es nicht das Designerkleid für 6000 € sein soll). Bei einer Hochzeit mit 90 Personen geht die Hälfte eures Geldes für die Gäste raus. Das Gute ist aber, dass die Gäste auch der variable Anteil an den Kosten sind. Hier könnt ihr viel beeinflussen. 10 Gäste weniger sind ungefähr 1000 € weniger, die ihr ausgeben müsst. Ihr braucht für eure Gäste schließlich Save-the-Karten, Einladungskarten, Tischkarten, Dankeskarten, Sektempfang, Buffet, Getränke, Gastgeschenk. Das summiert sich. Wenn ihr also ein Budget von 15.000 € festlegt, dann könnt ihr ganz grob gerechnet 75 Leute einladen. Natürlich sind das keine festen Größen. Es ist ein erster Anhaltspunkt mit dem ihr die Hochzeitsplanung starten könnt.


2. Denkt an Euch!

Als nächstes rate ich euch wirklich egoistisch zu sein. Es ist eure Hochzeit! Ihr sollt nur Gäste da haben, die ihr gerne habt und von denen ihr wisst, dass sie euch das Beste wünschen. Wenn ihr bei jemanden das Gefühl habt, ihn einladen zu müssen, weil er zur Verwandtschaft gehört und eure Eltern sonst sauer sind, dann ladet ihn nicht ein. Auch wenn das viele Gespräche und Nerven kostet. Ihr fühlt euch auf eurer Hochzeit viel wohler, wenn ihr wisst, alle Anwesenden freuen sich mit euch! Darum denkt gemeinsam darüber nach, wer euch wirklich wichtig ist und wer unbedingt dabei sein muss, damit ihr eine entspannte Feier haben könnt.

3. Mit Familienstreitigkeiten umgehen

Leider gibt es keine wirkliche Lösung, wenn es in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis Menschen gibt, die einfach nicht miteinander auskommen können. Die Probleme könnt ihr nicht lösen, daher kann ich euch nur zwei Möglichkeiten nennen: Entweder ihr redet getrennt mit den Streithähnen und teilt ihnen mit, dass ihr sie wirklich gerne dabei hättet, es euer Tag ist, ihr euch einfach Frieden wünscht und ihr hofft, dass es an diesem Tag gelingt. Oder ihr müsst in den sauren Apfel beißen und ladet nur einen ein und geht mit dem anderen später noch einmal zum Essen. Nichts ist schlimmer als Streit und Unfrieden auf einer Hochzeitsfeier. Das kann euch die ganze Stimmung kaputt machen.

4. Kollegen einladen?

Müsst ihr nicht! Macht das nur, wenn ihr sie schon eher als Freunde seht und nicht als reine Kollegen. Natürlich freuen sich die Kollegen aber, wenn ihr nach der Hochzeit Bilder zeigt und beispielsweise Kuchen mitbringt. Ich habe unsere Hochzeitstorte nochmal in klein machen lassen und mit in die Arbeit genommen. Das ist sehr gut angekommen und da die beim ersten Mal schon so lecker war, hatte ich auch noch was davon.

Erzählt mir doch in den Kommentaren etwas über eure Gästeliste! Ward ihr zufrieden, würdet ihr heute etwas anders machen? Oder wenn ihr noch in der Vorbereitung seid: Wie läuft es bei euch?