Sonja Utz

Hochzeitsplanerin (IHK)

M. Sc. Betriebswirtschaft (Uni) 

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  • Sonja Utz

Green Wedding - wie ihr mit 6 Tipps eure Hochzeit umweltfreundlich feiern könnt!

Aktualisiert: Feb 13


Eine Hochzeit soll ein wunderschönes Fest sein, doch Konsum belastet die Umwelt. Es werden Ressourcen verwendet, die abgebaut oder angebaut werden müssen, bei der Produktion gelangen Schadstoffe in die Umwelt und nach Gebrauch muss das Konsumgut entsorgt werden. Das betrifft leider auch eine Hochzeit. Da ihr als Brautpaar für eure Hochzeit wahrscheinlich so viel konsumieren werdet, wie sonst nie in eurem Leben, habe ich euch ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr eure Hochzeit „grün“ feiern könnt und euren ökologischen Fußabdruck an diesem Tag nicht in die Höhe treibt. Und so einen wundervollen Tag haben könnt, der die Umwelt nicht übermäßig belastet.

  • Achtet beim Kauf der Eheringe und des Schmucks darauf, woher das Edelmetall kommt. Der Abbau von Gold verursacht schlimme Umweltschäden und oft müssen Kinder hart und unter lebensgefährlichen Bedingungen dafür arbeiten. Nachzulesen in der SZ. Bei fairtrade gibt es einen "Goldfinder". Dort könnt ihr nach Juwelieren oder Goldschmieden in eurer Nähe suchen, die faires Gold anbieten. Oder vielleicht habt ihr auch Familienschmuck, den ihr nie anziehen werdet, weil es einfach nicht euer Stil ist? Dann könnt ihr ihn bei einem Goldschmied einschmelzen lassen und euch Eheringe genau nach eurem Geschmack anfertigen lassen. So habt ihr die Umwelt geschont und gleichzeitig ein individuelles Einzelstück, das niemand sonst hat.

  • Leiht euch ein Brautkleid oder kauft euch ein gebrauchtes für die Hochzeit! Alles was nicht neu produziert werden muss, schont die Umwelt! Und euren Geldbeutel! In München gibt es beispielsweise das Whitesilhouette. Dort kann man sich die große Robe ausleihen. Oder ihr schaut bei wunschbrautkleid, ebay-kleinanzeigen oder shpock nach einem gebrauchten Kleid.


  • Achtet bei der Floristik darauf, dass die Schnittblumen saisonal sind. Fragt dafür eure Floristin oder Dekorateurin, sie kennt sich aus und weiß, was gerade Saison hat. Sinnvoll ist es auch, gleich danach zu fragen, ob die Blumen bio und fairtrade sind. Noch besser ist es allerdings, ganz auf Schnittblumen zu verzichten und stattdessen Pflanzen im Topf zu nehmen. Beispielsweise können Sukkulenten eine wirklich tolle Dekoration sein. Oder auch selbstgesuchte Tannenzweige oder Grünes aus Wald und Wiese wie Moos. Aber dabei auf geschützte Arten achten und keine Wiesenblumen mitnehmen!

  • Für die Papeterie, sprich Save-the-Date Karten, Einladungskarten, Menükarten etc wird viel Papier verbraucht. Wenn ihr die Einladungskarten umweltfreundlich verschicken möchtet, dann schickt sie doch per Email. Dafür gibt es mittlerweile einige Anbieter. Ihr gestaltet eure Einladungskarten mit einem tollen Design und verschickt sie. Das geht beispielsweise bei Canva

  • Achtet auf kurze Wege! Je weniger die Gäste fahren müssen, umso weniger wird die Umwelt mit CO² und Feinstaub belastet. Idealerweise muss man gar nicht fahren, zwischen Trauort und Feierort. Auch sollten die Gäste eine möglichst kurze Anreise haben. Solltet ihr eine Destinationwedding geplant haben, dann haltet die Gästeanzahl möglichst klein und achtet vor Ort darauf, möglichst regionale und umweltfreundliche Produkte für Essen und Dekoration zu verwenden. Hier könnt ihr den ökologischen Fußabdruck für eure Fahrten ausrechnen: Fußabdruck. Sollte doch eine weitere Fahrt notwendig sein, dann mietet einen Bus, das schont die Umwelt und ist auch für die Gäste angenehmer.


  • Ich bin selbst großer Fan von Luftballons jeder Art. Darum mache ich ja auch Ballondekorationen für Hochzeiten und andere Events. Aber ich gebe ganz offen zu, dass ich kein Fan von Ballonmassenstarts bin. Meistens sind an den Ballons Schnellverschlüsse aus Plastik und Schnüre. Der biologische Abbau des Ballons dauert Jahre und oft werden sie von Tieren gefunden und gefressen oder sie verheddern sich in der Schnur oder ähnliches. Die Ballons belasten einfach die Umwelt zu sehr. Vor allem, weil es wahnsinnig oft gemacht wird. Lasst euch doch zur Überraschung des Brautpaares oder der Gäste etwas Nettes, wie ein Karten-Hochzeitsspiel einfallen und nehmt Ballons nur zur Dekoration. So kann man sie nach der Hochzeit sachgerecht entsorgen.

Ich denke, wenn jedes Brautpaar versucht den ein oder anderen Punkt umzusetzen, dann ist schon viel gewonnen. Es soll schließlich ein einzigartiger und wunderschöner Tag werden, an dem ihr eure Liebe feiert. Wenn ihr das auch noch mit einem ruhigen Gewissen machen könnt, dann ist das doch großartig!